Meine Gedanken zum Motiv
Wer sich in Wien ein wenig auskennt und sich für urbane Einrichtungen interessiert, dem ist sicherlich schon ein kleines Häuschen aufgefallen, das so ein Schattendasein am Rande der Jesuitenwiese inmitten des weitläufigen Pratergeländes führt. Mehrere Türen, die sich nur nach Entgelt öffnen lassen, eine Reihe von Oberlichten, die mit dichtem Spinnennetz verhangen sind und ein weit auskragendes Dach, das an einen provisorischen Deckel erinnert. Dann aber ereignet sich das Unerwartete: Dem nächtens Heimeilenden bietet sich im passenden Moment ein Anblick dar, der ihn verwundert innehalten lässt. Von innen heraus leuchtet dieser Ort in so heftiger Intensität, ist von so großer Schönheit erfüllt, dass nichts bisher Erlebte damit vergleichbar ist und ihn, den Schauenden, mit wunderbarer Freude erfüllt. Es bedarf in solchen Augenblicken keiner Erklärung, keiner schriftlichen Begründung, um zu verstehen, was sich hier ereignet.
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